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Medienunterstütze Vorträge wie die der GMW-Tagung 2007 bringen das Problem mit sich, dass die Informationsübertragung neben der Sprache auch auf Präsentationssoftware, Animationen, Webbeispiele etc. sowie dem Abbild des Sprechers, seiner Mimik, Gestik etc., aufbaut.
Der Nutzers wechselt dabei mit seiner Aufmerksamkeit zwischen zwei Bildkanälen bzw. ihm werden redaktionell gesteuert zwei Bildkanäle im Wechsel gezeigt.

Allerdings: Bei redaktionellen Schnitten zwischen Redner und Folien wird der Nutzer in seinem Aufmerksamkeitsfokus stark gegängelt; andererseits kann es bei der Bild-im-Bild-Darstellung zur Verdeckung relevanter Bildinformationen kommen, weiterhin erschwert die nötige Synchronisation später beim Schneiden die Zusammenführung der Spuren.

Welche Lösungen bieten sich an?

Bei der GMW-Tagung vom 12.-14.9.2007 wurden vom elb 24 20-minütige Vorträge in den Hörsälen ESA M und ESA C aufgezeichnet. Wir haben dabei eine von Martin Kriszat (Medienberatung des RRZ) zur Verfügung gestellte technische Lösung verwendet, die in einer Kombination aus einer Videokamera, einem Framegrabber und einem mit spezieller Software bestücktem Laptop besteht.

Bei dieser Vorgehensweise findet neben der herkömmlichen Videoaufzeichnung des Sprechers auch ein direktes Abgreifen des Beamersignals mit 4 Bildern pro Sekunde statt, wobei beide Spuren parallel in einer einzigen Videodatei auf dem Laptop gespeichert werden, was eine spätere Synchronisation überflüssig macht sowie die Archivierung und ggf. Neubearbeitung erleichtert.

Die parallele Darstellung von RednerIn, Vortragstitel und großer Foliendarstellung vereinfacht darüber hinaus sowohl die Metanavigation als auch die Navigation im Vortrag selbst, da die aktuell behandelte Thematik auch beim Springen innerhalb des Videos über die Folien visuell schnell erfassbar bleibt.

Beispiele sind im Audio-/Videoarchiv der GMW-Tagung einsehbar; die Vorträge der Hörsäle ESA M und ESA C wurden mit der oben beschriebenen Technik aufgezeichnet.

Neben den Shockwave-Flash-Templates, die für das Projekt ABK-Online entwickelt wurden, steht damit dem elb eine ’schnelle‘ Alternative für herunterladbare, lineare und in sich geschlossene Veranstaltungsaufzeichnungen zur Verfügung.

Die Flash-Templates eignen sich dem gegenüber weiterhin als Grundlage für komplexere, integrierte multimediale Lehrumgebungen mit Streaming Video und Bereitstellung über einen CommSy-Raum.