Ganz digital mit analogen Kugelschreibern. Auch für Klausuren?

Digitaler Stift mit Dockingstation und speziellen BlöckenBei den Recherchen nach spannenden Technologien für Studium und Lehre im Rahmen meiner Maßnahme eInfrastruktur bin ich schon öfter auf digitale Stifte gestoßen, denen man es erst mal gar nicht ansieht.

Mit den Produkten von zum Beispiel livescribe, Paperium oder Oxford kann man wie gewohnt handschriftlich Dinge notieren. Diese Notizen werden beim Schreiben vom Stift gespeichert, können an den Rechner übertragen und nach einer Texterkennung durchsucht werden.

Digitalisierte SeiteDas ganze ist sehr praktisch, der einzige Nachteil ist, dass man Blöcke mit einem speziell gedrucktem Hintergrundmuster verwenden muss, damit der Stift sich auf dem Papier zurechtfindet. Diese kosten etwas mehr als gewöhnliche Blöcke und man ist eben auf diese beschränkt.

Für den studentischen Alltag scheint mir diese Stift-Block-Kombination trotzdem eine gute Sache zu sein. Um herauszufinden, ob diese Technologie sich auch für die Durchführung von Massenklausuren einsetzen lässt, habe ich ein Treffen mit Ronald Boldt von der Firma Allpen angeregt. Dabei waren die E-Learning-Beauftragte der Universität Hamburg, Angela Peetz, und die E-Learning-Büro-Mitarbeiter Heiko Witt von der Fakultät Wiso und Michael Vogt von der Fakultät MIN.

Die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten in der Lehre als direkte Steuerung und Kommentierung von Powerpointpräsentationen am Beamer über die ausgedruckten Folien sowie das handschriftliche Kommentieren ausgedruckter Hausarbeiten, die dann wieder digital zurückgesandt werden können sind sehr viel versprechend.

Einen Vorteil bei großen Klausuren gegenüber gängigen Scanmethoden konnten wir nicht unmittelbar erkennen, lassen die Möglichkeiten aber weiter auf uns wirken.

Definitiv eröffnet die Technologie neue Horizonte im Zusammenspiel klassischem Schreibens und digitaler Weiterverarbeitung.

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