Die CommSy-Philosophie: Ein Pfad im Dschungel einer Open-Source-Entwicklung

Ein Vortrag von Dr. Iver Jackewitz, Dr. Matthias Finck, effective WEBWORK GmbH
Dienstag, 12.05.2009, 18:15-19:45 im R504a

Zum Vortrag:

«CommSy ist als einfaches webbasiertes Medium zur Kommunikations- und Kooperationsunterstützung 1999 zu einem Zeitpunkt entwickelt worden, als Partizipation im Web noch ein Fremdwort war. Im Laufe seiner 10jährigen Entwicklungsgeschichte hat es diverse Trends erlebt und mit den Trends ständig wechselnde Anforderungen. Trotz dieser wechselnden Anforderungen hat sich CommSy im Kern nur wenig verändert. Grund dafür war die frühe Überzeugung der EntwicklerInnen, CommSy eng an das Einsatzszenario ganzheitlichen, projektorientierten Lernens und Arbeitens zu binden, welches unmittelbar Auswirkungen auf Möglichkeiten der Kontrolle und Selbstkontrolle hat. So hat CommSy z. B. bis heute, getrieben durch die CommSy-Philosophie, immer auf die Kontrolle und Selbstkontrolle der Gemeinschaft gesetzt. Eine Stabilität, die allen Moden und Trends zum Trotz dank dreier zentraler Design-Prinzipien immer konstant geblieben ist. Anhand der Designprinzipien wussten sowohl die Nutzenden als auch die EntwicklerInnen zu jeder Zeit und bei jeder „modischen Windstärke“, was CommSy kann, können sollte und was nicht.»

Zu den Personen:

Dr. Matthias Finck, Diplom-Informatiker, studierte Informatik mit Schwerpunkten Software-Ergonomie und Softwaregestaltung in Organisationen an der Universität Hamburg. Er promovierte um Thema Usability-Engineering in Open-Source-Entwicklungen und koordiniert seit mehreren Jahren den Entwicklungsprozess der Open-Source-Software CommSy. Nach verschiedenen Forschungsprojekten zum Thema Gestaltung webbasierter Systeme ist er seit 2007 geschäftsführender Gesellschafter der effective WEBWORK GmbH, wo er sich mit umfassenden Beratungsansätzen im Bereich webbasierter Kooperation befasst. Weitere aktuelle Arbeitsschwerpunkte sind Web-Usability, Technologieaneignungsprozesse und Wechselwirkungen zwischen IT- und Organisationsentwicklung.

Dr. Iver Jackewitz, Diplom-Informatiker, studierte Informatik mit dem Schwerpunkt Organisations- und Wirtschaftsinformatik an der Universität Hamburg. Er promovierte zum Thema Softwarebereitstellung und ist Open-Source-Software-Entwickler der ersten Stunde von CommSy. In verschiedenen Forschungsprojekten übernahm er die Konzeption und Aufgaben der Bereitstellung von webbasierten Systemen und begleitete u.a. CommSy zur meistgenutzten „eLearning-Plattform“ an der Universität Hamburg. Seit 2007 ist Iver Jackewitz als Geschäftsführer der effective WEBWORK GmbH insbesondere in den Bereichen Web-Entwicklung, Dienstleistungskonzeption sowie beratend bei Technologieaneignungsprozessen und bei Wechselwirkungen zwischen IT- und Organisationsentwicklung tätig.

Für mehr Informationen besuchen Sie bitte direkt die effective WEBWORK GmbH.

Die Übersicht über das Vortragsprogramm finden Sie hier im Medien-Bildung-Blog des *mms.

Hybride Subjekte im Netz: Selbst- und Machttechnologien auf sozialen Netzwerkseiten

Ein Vortrag von Dr. habil. Ramón Reichert, Kunstuniversität Linz, Medientheorie
Dienstag, 05.05.2009, 18:15-19:45 im R504a

Zum Vortrag:

«Die neuen Ausdifferenzierungen der digitalen Kommunikation sind von einem emphatischen Individualitätskonzept geprägt: Weblogs, Wikis und soziale Netzwerkseiten fungieren als subjektzentrierte Praktiken und Machtverhältnisse, die von den InternetnutzerInnen die Bereitwilligkeit abverlangen, immer mehr Informationen und Daten über ihre Person und ihr Leben zu veröffentlichen, die jederzeit und weltweit mittels Netzrechner abgerufen werden können. Damit einhergehend ist eine spezifische Medienkultur der
Selbstpraktiken entstanden, die vielfach die Form von Selbstführung und Bekenntnis, von Buchführung und akribischem Leistungsvergleich, von experimentellem Selbstverhältnis und Selbstinszenierung als ästhetische Praxis annimmt. Die Ausweitungen der Bekenntniskultur vermittels der digitalen Kommunikationsmedien erfordern eine transdisziplinäre Medien- und Machtkritik der aktuellen Biografie- und Identitätskonstruktionen im Web 2.0.»

Zur Person:

Ramón Reichert, 1966 geboren,studierte Philosophie, Kultur- und Medienwissenschaft in Berlin, London und Wien. Seit 2003 ist er Assistent am Institut für Medientheorie der Kunstuniversität Linz.
2001 erfolgte seine Promotion an der Universität Wien, 2008 dann die Habilitation im Fachbereich Medientheorie und Medienwissenschaft an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz.
Darüber hinaus ist er seit 2006 Key Researcher am Institut für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit der Ludwig Boltzmann Gesellschaft, Wien.
2005 erhielt er den Theodor-Körner-Förderungspreis für sein Forschungsprojekt “Medienkulturen des Lebens. Biopolitik im 19. und 20. Jahrhundert“. Zur Zeit ist er, neben seiner Tätigkeit an der Kunstuniversität Linz, Research Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien.

Die Übersicht über das Vortragsprogramm finden Sie hier im Medien-Bildung-Blog des *mms.

Du bist doch schon süchtig! – Wenn die Kinder aus der Perspektive der Eltern die Kontrolle über ihre Mediennutzung verlieren: Kontrollzuschreibungen im Kontext medialer Transformation

Ein Vortrag von Dr. Rudolf Kammerl, Universität Hamburg
Dienstag, 28.4.2009, 18:15-19:45 im R504a

Zum Vortrag:

«Wieviel Internet- und Computernutzung ist normal? Was ist zuviel? Wie sind Sucht-Zuschreibungen in diesem Zusammenhang zu interpretieren? Ausgehend von aktuellen Forschungsergebnissen der Mediensuchtforschung wird ausgeführt, wie das Phänomen „Mediensucht“ gedeutet werden kann und welche Implikationen diese Konstruktionen für den Umgang mit den Jugendlichen. Durch den Beitrag soll erläutert werden, inwiefern eine erziehungswissenschaftliche Perspektive zum Verständnis und zur Bewältigung von Mediensucht-Phänomenen im Kindes- und Jugendalter beitragen kann.»

Zur Person:

Dr. Rudolf Kammerl, geb. 1971 erlangte die Hochschulreife 1990 am St.-Michaels-Gymnasium in Metten und studierte Erziehungswissenschaft mit Nebenfächern an der Universität Regensburg von 1991 bis 1994 (Abschluss Dipl.-Päd.). Herr Dr. Kammerl wurde 1998 an der Philosophischen Fakultät der Universität Passau promoviert. Der Titel der Dissertation lautet „Verantwortung und Pädagogik“. Im Jahr 2004 habilitierte er sich im Fach „Allgemeine Pädagogik“ mit seiner Habilitationsschrift „Internetbasierte Kommunikation und Identitätskonstruktion“. Kammerl war von 1994 bis 1996 an der Universität Regensburg, von 1996-2005 sowie 2007-2008 an der Universität Passau und von 2005-2007 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Seit Oktober 2008 ist Herr Dr. Kammerl Professor für Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Medienpädagogik.

Die Übersicht über das Vortragsprogramm finden Sie hier im Medien-Bildung-Blog des *mms.

(e)Portfolio: Ökonomisierung des Selbst und Technik der Selbstsorge

Ein Vortrag von Stephan Münte-Goussar, Universität Hamburg
Dienstag, 21.4.2009, 18:15-19:45 im R504a

Zum Vortrag:
«Portfolio bezeichnet im Bildungsbereich eine Kollektion von Nachweisen über eigene Stärken, kommentierten Lernleistungen und Zertifikaten. Es dokumentiert eine lebenslange Kompetenzentwicklung, unterstützt aber insbesondere selbstgesteuerte Lernstrategien, deren Reflexion und Selbstbeurteilung. Gerade in seiner Variante als ePortfolio ist es untrennbar mit jener social software des so genannten web 2.0 verbunden. Das ePortfolio ist die pädagogische Variante jener neuen Formen authentischer Selbstthematisierung, ‑führung und -darstellung, welche das web 2.0 auszeichnen. Es reizt dabei Kompetenzbilanzierung ebenso an, wie es zugleich einzigartige Kreativität und persönliche Passion zu aktivieren verspricht.
Ähnlich wie das web 2.0 in seiner Selbstbeschreibung die ursprünglichen Utopien, die basisdemokratischen Partizipations- und Emanzipationsverheißungen des Internets revitalisiert und für sich reklamiert, greift auch der pädagogische Portfolio-Diskurs auf reformpädagogisch inspirierte Legitimationsfiguren zurück: Selbstbestimmung, Mündigkeit, Autonomie, Freiheit. Dabei wird aber Selbstbestimmung als Selbststeuerung reformuliert und klassisches Bildungsdenken in kybernetischen oder konstruktivistischen Varianten der Selbstorganisation aufgelöst. Begriffe wie Autonomie, Kreativität und Authentizität und die auf ihnen aufsitzenden kritischen Freiheitsdiskurse werden von den Rechtfertigungssystemen funktionalistisch-regulativer Diskurse absorbiert und Autonomie kaum merklich in kontrollierte Autonomie überführt.
Am Beispiel des ePortfolio lassen sich die seichten Übergänge nachzeichnen, die von einer aufgeklärt-humanistischen, an der Ermächtigung der Subjekte interessierten Pädagogik und Wissenstechnik hin zu einer neoliberalen Technologie des Selbst führen, die die Subjekte als Selbst-Unternehmer anruft, als eigenverantwortliche Manager und Marketing-Chefs ihrer Potenziale und Ressourcen, welche sie als ihr individuelles Humankapital in eine kreativ-industrielle Wissensgesellschaft einbringen.»

Zur Person:
Stephan Münte-Goussar wurde 1971 geboren und studierte in Hamburg Erziehungswissenschaft, Soziologie, Psychologie und Politikwissenschaft. Von 2001 bis 2003 begleitete er das Modell-Projekt „sense&cyber“ im Rahmen des BLK-Programms „Kulturelle Bildung im Medienzeitalter – KuBiM“. 2003-2004 erhielt er ein Promotionsstipendium der Universität Hamburg für die Arbeit an der Dissertation mit dem Arbeitstitel: „ePortfolio. Eine Selbst-Technik”.
Seit 2003 ist er freiberuflich als Kindertheater- und MultiMedia-Produzent tätig und war von 2004 bis 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter des *mms MultiMedia-Studios am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Dort arbeitete er an den Projekten study.log, ICON (Identityformation in contextual media culture), ePedagogy Design und ePush mit. Im Rahmen dessen war er ebenfalls am Aufbau und der Koordination des *mms-elb – eLearning Büro der Fakultät epb beteiligt.
Momentan ist er, seit Anfang letzten Jahres, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Bildung & Ökonomie, Sektion 1 – Allgemeine Erziehungswissenschaft.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte den blog von Stephan Münte-Goussar.

Die Übersicht über das Vortragsprogramm finden Sie hier im Medien-Bildung-Blog des *mms.

Weniger vom Lehrer, mehr vom Schüler – neue Bildungsansätze zwischen ‘soft surveillance’, Selbstverantwortung und Emanzipation

Ein Vortrag von Dr. Nils Zurawski, Forschungskolleg Kulturwissenschaftliche Technikforschung, Universität Hamburg
Dienstag, 14.4.2009, 18:15-19:45 im R504a

Zum Vortrag:

«Das Internet und seine vielen Dienste, insbesondere die so genannten Web 2.0-Anwendungen, halten mehr und mehr Einzug in den Bildungsbereich – E-Learning, selbstverantwortliches Lernen, Stärkung des Schüler gegenüber dem Lehrer usw.. Ziel dieser neuen Lernformen – und damit auch eines neuen Verständnisses von Lernautoritäten und dem emanzipativen Charakter von Bildung ist es, hergebrachte Modelle des ortgebundenen Schüler-Lehrer-Verhältnisses zugunsten eines flexiblen selbst-gesteuerten Modells der Bildung und Wissensaneignung zu ersetzen.
Das alles bringt neue Chancen in einer gewandelten Arbeits- und Lebenswelt mit sich, aber ebenso viele Gefahren – was die Kontrolle, Steuerung und Überwachung von Schülern, Studenten und Bürgern insgesamt angeht. Diese Kontrolle hat dabei mehrere Seiten, die in dem Vortrag erörtert werden sollen:

Soft Surveillance – die (freiwillige) Mitarbeit an der eigenen Kontrolle
Die Aushöhlung eines Vertrauensverhältnisses von Lehrern und Schülern – Die nochmals gesteigerte Standardisierung von Wissen und die Ökonomisierung von Bildung – Wie lässt sich mit einem Computer diskutieren?
Die Einübung von Selbst-Steuerung vermittelt über technische Schnittstellen – Ein kontrollierender und sanktionierender “Wohltäter” aus dem Bildschirm?
Die unübersehbaren Konsequenzen der anfallenden Daten durch die neuen Bildungsformen
Die Funktionalisierung/Standardisierung von Bildung als neo-liberale Strategie, die auf Überwachung der Subjekte dringend angewiesen ist.»

Zur Person:

Dr. Nils Zurawski wurde 1968 in Hameln geboren und verbrachte seine Schul- und Zivildienstzeit in Hamburg.

In der Zeit von 1990 bis 1994 studierte er in Münster Soziologie, Ethnologie und Geographie. Dort legte er seine Magisterarbeit mit dem Thema “Ethnizität und Migration” im Jahre 1994 ab.
Fünf Jahre später erfolgte seine Promotion mit dem Thema “Virtuelle Ethnizität” bei Prof. em. Dr. Christian Sigrist.

In der Zeit von 1997 bis 1999 arbeitete er als wissenschatlicher Mitarbeiter beim ‘European Popular Science Information Project’, einem Projekt der europäischen Kommission, das, so der Leiter dieses Projektes Prof. em. Dr. Hans Jürgen Krysmanski, Möglichkeiten eines Wissenschaftsfernsehens erkundet, das zugleich multimedial mit dem Einsatz verschiedener Medien in Bildungskontexten und mit der Erprobung von wissenschaftlichen Dienstleistungen auf dem Internet verbunden ist.
Seit 1999 ist er darüber hinaus Mitarbeiter an der Arbeitsstelle für Friedens- und Konfliktforschung ‘PeaCon’ bei Prof. em. Dr. Hans Jürgen Krysmanski.

Nach seinem DAAD-Posttdoc-Stipendiat, das ihn von August 2000 bis Juli 2001 nach Derry in Nordirland führte, kehrte er nach Hamburg zurück, wo er bis Oktober 2003 für NDR Online als Nachrichtenredakteur arbeitete. Während dieser Zeit (2002 bis 2004) war er zusätzlich als Gutachter für das EU-Projekt “Living with conflict” im Rahmen des Minerva-Programms (“Ministerial Network for Valorising Activities in digitisation”) tätig.

Seit Oktober 2003 ist er schließlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für kriminologische Sozialforschung an der Universität Hamburg tätig. Dort leitet er das DFG-Projekt “Kultur, Kontrolle, Weltbild”.

Die Übersicht über das Vortragsprogramm finden Sie hier im Medien-Bildung-Blog des *mms.

Bildung, Visualität, Subjektivierung – Sichtbarkeiten und Selbstverhältnisse im partizipativen Web

Ein Vortrag von Dr. Benjamin Jörissen, Universität Magdeburg
Dienstag, 7.4.2009, 18:15-19:45 im R504a

Zum Vortrag:

«Subjektivität lässt sich, spätestens seit Heideggers Subjektkritik, nicht mehr als ursprüngliche, vorgängige „Selbstmächtigkeit“ verstehen. Die Macht des Subjekts verdankt sich vielmehr dem, was es als „subiectum“ schon wörtlich ist, nämlich Akten der Unterwerfung. Michel Foucaults Analyse des „Panopticons“ als Disziplinartechnologie, die als visuelle (architektonische) Konstellation, als „Seh-Maschine“, funktioniert, führt diesen Gedanken weiter und konkretisiert ihn. Mehr »

Kontrolle und Selbstkontrolle in Bildungszusammenhängen

Ringvorlesung “Medien & Bildung” im Sommersemester 2009

Dienstags 18:15 – 19:45 Uhr, Von-Melle-Park 8, Raum 504

Veranstalter: Prof. Dr. Torsten Meyer, Christina Schwalbe, Wey-Han Tan, Ralf Appelt in Zusammenarbeit mit dem MMKH

Vortragstermine siehe weiter unten…

Die Ringvorlesung möchte in diesem Semester interdisziplinäre Perspektiven auf medientechnische und konzeptuelle, auf individuelle und soziale Mechanismen von Kontrolle und Selbstkontrolle eröffnen. Diese sind gerade deswegen so schwer auszumachen, da sie allgegenwärtig und selbstverständlich sind. Diskutiert werden sollen Ausformungen, Auswirkungen und Ausgänge dieser Entwicklung im Hinblick auf ein zukünftiges Verständnis von Bildung und Selbstbildung.

Aktuelle medientechnologische Entwicklungen, zusammengefasst unter dem Schlagwort „Web 2.0“, fördern Transparenz und Öffentlichkeit und prägen durch ihre Architektur, Struktur und Beschaffenheit veränderte Mechanismen und Prozesse der Kontrolle und Selbstkontrolle. Durch die zunehmend geforderte Selbstreflexivität im Rahmen neuer Formen der sozialen Eingebundenheit wird Bildung zur Selbst-Bildung. Der Gegenstand der Bemächtigung ist nicht mehr die Welt, sondern die eigene Vita, die zum Objekt ständiger Konstruktion und Konfiguration wird.

Aus unterschiedlichen Perspektiven sollen aktuelle medientechnologische und damit zusammenhängende kulturelle Entwicklungen vorgestellt und diskutiert werden.

Welche Chancen und Bedrohungen ergeben sich durch die Nutzung digitaler Tools in Bildungszusammenhängen, wie z. B. ePortfolios und digitale Lerntagebücher, meinProf.de, Social Networks, Weblogs, CommSy, STiNE, life …?

07.04.2009 Bildung, Visualität, Subjektivierung – Sichtbarkeiten und Selbstverhältnisse im partizipativen Web
Dr. Benjamin Jörissen, Pädagogik, Universität Magdeburg
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14.04.2009 Weniger vom Lehrer, mehr vom Schüler – neue Bildungsansätze zwischen “soft surveillance”, Selbstverantwortung und Emanzipation
Dr. Nils Zurawski, Forschungskolleg Kulturwissenschaftliche Technikforschung, Universität Hamburg
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21.04.2009 (e)Portfolio: Ökonomisierung des Selbst und Technik der Selbstsorge
Stephan Münte-Goussar, Pädagogik, Universität Hamburg
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28.04.2009 Du bist doch schon süchtig! – Wenn die Kinder aus der Perspektive der Eltern die Kontrolle über ihre Mediennutzung verlieren: Kontrollzuschreibungen im Kontext medialer Transformation
Prof. Dr. Rudolf Kammerl, Medienpädagogik, Universität Hamburg
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05.05.2009 Hybride Subjekte im Netz: Selbst- und Machttechnologien auf sozialen Netzwerkseiten
Dr. habil. Ramón Reichert, Institut für Medientheorie, Kunstuniversität Linz
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12.05.2009 Die CommSy-Philosophie: Ein gemeinsamer Pfad im Dschungel einer Open-Source-Entwicklung
Dr. Iver Jackewitz, Dr. Matthias Finck, effective webwork
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19.05.2009 Das Paradox des Partizipativen – Social Software in Bildungsprozessen
Christina Schwalbe, Pädagogik, Universität Hamburg
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26.05.2009 Forschen und Lehren in der Öffentlichkeit
Jun. Prof. Dr. Christian Spannagel, PH Ludwigsburg
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09.06.2009 Forschendes Lernen und wissenschaftliches Prüfen: Die potenzielle und faktische Rolle der digitalen Medien
Prof. Dr. Gabi Reinmann, Medienpädagogik, Universität Augsburg
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16.06.2009 MeinProf.de – Chancen und Grenzen öffentlicher Lehrevaluation
Thomas Metschke, MeinProf.de
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23.06.2009 Rechtsfragen im Web – Urheberrecht, Persönlichkeits- und Datenschutz im Internet und Web 2.0
Till Kreutzer, Büro für informationsrechtliche Expertise
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30.06.2009 Maschinen des Wissens und Maschinen der Kontrolle. Welche Rolle spielt Google in der Bildung?
Theo Röhle, Promotionsstudent Medienkultur, Universität Hamburg
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07.07.2009 BEAUTY IS THE NEW PUNK. Kontrolle und Kontrollverlust im Zeitalter der Postironie.
Performativer Vortrag von Johannes M. Hedinger (Com&Com, Zürich) und Theresa Riess (Kassel)
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14.07.2009 “Das Internet“ als Effekt diskursiver Bedeutungskämpfe
Dr. Tanja Carstensen, Arbeit – Technik – Gender, TU Hamburg-Harburg
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ePedagogy Design – visual knowledge building

Prof. Dr. Stefan Sonvilla-Weiß, University of Art and Design Helsinki; Jaap Jansen, Inholland University Rotterdam; Prof. Dr. Torsten Meyer, Universität Hamburg: Perspektiven und Modelle internationaler Zusammenarbeit am Beispiel des internationalen MA Studiums ePedagogy Design – Visual Knowledge Building, University of Art and Design Helsinki, Universität Hamburg, Hochschule Inholland.
Der Vortrag gibt Einblick in die kommunikativen, kooperativen und kollaborativen Formen und Herausforderungen internationaler universitärer Zusammenarbeit. Dabei werden sowohl die universitäts- und fakultätsspezifischen Massnahmen und Strategien veränderter Lehr-und Lernkulturen dargestellt, als auch die spezifisch internationale Dimension realer und virtueller Zusammenarbeit erörtert.