Neuerscheinung Reihe »Psychoanalyse«

Mai 13th, 2012,

Anna Tuschling, Erik Porath (Hg.)
Arbeit in der Psychoanalyse
Klinische und kulturtheoretische Beiträge

Das Verhältnis von Arbeit und Psychoanalyse ist seit jeher problematisch. Einerseits hat die psychoanalytische Theorie eine explizite Beschäftigung auch mit ihrer eigenen Arbeit häufig ausgespart – andererseits haben Gesellschaftsanalysen der Psychoanalyse ihren vermeintlich fehlenden Arbeitsbegriff angelastet. Anschließende Vermittlungsversuche von Psychoanalyse und Sozialtheorien sind gescheitert.
Jenseits solch prekärer Vermittlungsfiguren vereint dieser Band klinische und kulturtheoretische Beiträge, die sich u.a. mit Arbeit in der Kur, mit Trauer- und Witzarbeit, mit der ökonomisch-politischen Auffassung von Arbeit sowie mit Kulturarbeit auseinandersetzen.

transcript Verlag
Mai 2012, 220 S., kart., 25,80 €
ISBN 978-3-8376-1577-7
Reihe Psychoanalyse

Darin: Pazzini, Karl-Josef: Psychoanalyse als Arbeitsstörung, S. 91 – 110

Internationales Symposium

April 23rd, 2012,

Die Geschichte des Ausstellens ist eine Geschichte einer disziplinenübergreifenden Praxis im visuellen Feld: In ihr verbinden sich Form und Sinn, kulturelle Produktion und gesellschaftliche Relevanz. Entsprechend schreiben Ausstellungen die Ansprüche und Traditionen angewandter Kunst fort und aktualisieren sie. Vor dem Hintergrund einer gegenwärtigen Neuformulierung des Begriffs des »Angewandten« scheint es sinnvoll, Debatten zu Ansprüchen an Museen und Ausstellungen einer Revision zu unterziehen: Besonders relevant sind hier etwa jene nach Demokratisierung, Partizipation, Intervention, Utopie und Wissensproduktion. Gemeinsam haben diese, dass sie das »Angewandte« und das »Ausstellen« zusammen denken. In einem engeren Sinn trifft dies vor allem auch für Fragen der Ausstellungsgestaltung und den Umgang mit Dingen in Ausstellungen zu. All dies soll in einem internationalen Symposium verhandelt werden.

Das genaue Programm finden Sie hier als PDF.

Kunst kommt vom Unvermögen, z.B. dem der Psychoanalyse

April 11th, 2012,

18.04.2012, 19 Uhr im Kunstverein

Vortrag von Karl-Josef Pazzini anlässlich der Heftpräsentation von Gert & Uwe Tobias

Der Vortrag dreht sich um das Verhältnis von Kunst und Psychoanalyse, denn Freud verstand die Künstler nicht, die Künstler aber verstanden Freud.
Und weil die Künstler Freud verstanden, konnten Psychoanalytiker die Psychoanalyse verstehen und weiterentwickeln. Kein Zufall: In der Psychoanalyse wie in der Kunst geht es um die Konstruktion von Schnittstellen.

Karl-Josef Pazzini (*1950) studierte Philosophie, Theologie, Erzie-hungswissenschaft, Mathematik und Kunstpädagogik. Er arbeitet als Psychoana-lytiker in eigener Praxis und ist seit 1993 Professor für Bildende Kunst und Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg. Pazzini ist Mitbegründer der „Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse“, und des „Psychoanalytischen Kollegs“, der Hamburger Forschungsgruppe für Psychoanalyse (HAFPA), des Jüdischen Salons im Grindel (Hamburg), der Wissenschaftlichen Assoziation: Kunst – Medien – Bildung und der Psychoanalytischen Bibliothek Berlin.

Sein Vortrag begleitet die Release des neuen Heftes von Gert & Uwe Tobias.

Das Vortrags-Manuskript finden Sie hier als PDF: Kunst kommt von Unvermögen

ÜberSetzungen

November 16th, 2011,

Heinze, Martin; Loch-Falge, Joachim, Offe, Sabine (Hg.): ÜberSetzungen. Verstehen und Missverstehen in Psychiatrie und Kulturtheorie. Berlin: Parados (2011)
Darin Pazzini, Karl-Josef: Übertragung bearbeiten ist übersetzen, S. 85 – 99.

Übersetzen ist immer ein Risiko. Wer über-setzt, von einem Ufer ans andere, von einer Sprache in die andere, von einer akademischen Disziplin in eine andere, läuft Gefahr, unterzugehen, sich nicht verständlich machen zu können, etwas misszuverstehen. In den Texten dieses Bandes geht es um dieses Risiko. Sie führen vor, wie in der Praxis und Theorie von Psychiatrie, Psychoanalyse, Philosophie und Kulturwissenschaft, wie zwischen Subjekten, Disziplinen und Kulturen im Übersetzen Sinn erzeugt, gedeutet, verändert und verfehlt wird. Nur solche Arbeit entlang der individuellen und gesellschaftlichen Grenzen von Verstehen und Missverstehen macht diese Grenzen erkennbar und verschiebt und erweitert sie – vielleicht – im Übersetzen.

Weitere Informationen zu diesem Band finden Sie auf der Seite von PARODOS.

Lehr-Performances

November 16th, 2011,

Zahn, Manuel; Pazzini, Karl-Josef: Lehr-Performances. Filmische Inszenierungen des Lehrens. Wiesbaden: Springer Fachmedien VS Verlag (2011)

Darin: Pazzini, Karl-Josef: Vorwort. zus. mit Zahn, Manuel: Lehr-Performances. Filmische Inszenierungen des Lehrens, S. 7 – 15.
und:
Pazzini, Karl-Josef: Kann man Übertragung sehen? – Lehren heißt, individuelle Grenzen überschreiten, S. 189 – 202.

Lassen sich in der Analyse von »Lehrer-Filmen« Teile bestimmter bildungspolitischer, gesellschaftlicher oder kultureller Diskurse freilegen? Ist der Film ein archäologisches Instrument, das durch audiovisuelle Bilder Imaginationsschichten des Lehrens abträgt? Die AutorInnen dieses Bandes betrachten und analysieren aus unterschiedlichen – nicht nur erziehungswissenschaftlichen – Perspektiven die Lehr- und Lehrerdarstellungen in internationalen Spielfilmen, in Fernsehfilmen und TV-Serien. Dabei erschließen sie eine Form der Empirie, die der Film in seiner fiktionalen Verdichtung gegenwärtiger Realität des Lehrens bietet. Durch den konsequenten und theoretisch vielfältigen Bezug auf das filmische Material entsteht ein methodisch interessanter und breiter Einstieg in die andauernde Diskussion um den Lehrerberuf, in historische Betrachtungen und systematische Fragen des Lehrens, des Lernens und ihrer Institutionen.

Weitere Informationen zu diesem Band finden Sie auf der Seite des VS-Verlags.

 

 

Vorlesung: Das psychoanalytische Konzept der Übertragung. Seine Bedeutung für Bildungstheorie

September 1st, 2011,

Wie kommt etwas vom Einen zum Anderen, was macht Beziehung zwischen Menschen und Gegenständen? Wie verändern sich Individuen im Kontakt. Was davon kann man wissen? Wann? Und wie schafft man Bedingungen dafür? Das Konzept der Übertragung gehört zu den zentralen Formulierungen der Psychoanalyse. Es stammt aus einem vielfältigen Metaphernvorrat unterschiedlicher Disziplinen. Das Konzept der Übertragung ist so verstörend, dass es selbst in der Psychoanalyse oft stiilgestellt wurde. Die Unterscheidungen zwischen Innen und Außen, Subjekt und Objekt, Individuum und Gesellung stehen zur Disposition. Zurechenbarkeit und Eigentum werden fraglich. Übertragung hat eine Nähe zur Liebe. Sie ist infektiös, arbeitet mit Unterstellungen. Übertragung findet statt und zwar unbewusst, auch in pädagogischen Prozessen. Michael Wimmer z.B. vermutet, dass der Übertragungsbegriff die Nachfolge des Autoritätsbegriffs antritt. Es bedarf avancierter wissenschaftlicher Methodik, um das Konzept immer wieder anders zu formulieren und die Praxis entsprechend auszuhalten. Strukturell ähnliche Problemstellung finden sich in der Immunologie, inder Quantenphysik, der Architektur, der Filmtheorie usw.
Die Vorlesung wird einzelne Aspekte entfalten.

Grenzen der Darstellbarkeit

September 1st, 2011,

Examenskolloquium

In vielen Forschungsarbeiten aus dem Bereich der Kunstpädagogik und der Erziehungswissenschaft wird die Darstellung und die Darstellbarkeit des Forschungsprozesses und seiner Ergebnisse selber zu einem Gegenstand. Wieweit wird die Darstellung selber vom Gegenstand affiziert? Wie kann man Medienwechsel in den jeweiligen Arbeiten thematisieren? Der Titel ist der Traumdeutung Freuds entnommen.
Arbeitsweisen: Vorstellung von Forschungsvorhaben, Auseinandersetzung mit Beispielen.

Voraussetzung: Anmeldung bei einem der Veranstalter mit einer Beschreibung des Forschungsvorhabens.
Für die Scheinvergabe ist die Vorbereitung einer Sitzung mit einem schriftlichen Beitrag und die Anfertigung eines Protokolls einer Sitzung Voraussetzung.
Hinweise zur Vorbereitung auf die Veranstaltung ergeben sich aus den Gesprächen mit den Veranstaltern.

Vorlesung: Einführung in die Erziehungswissenschaft

September 1st, 2011,

1. Der Gegenstand der Erziehungswissenschaft ist nicht einfach gegeben. Er wird konstruiert.
2. Erziehungswissenschaft ist folglich nicht einfach, sondern vielfältig und komplex.
3. Erziehung, Bildung und Sozialisation werden in Bewegung gehalten durch die Prozessmerkmale Bindung und Entbindung. Wissenschaft ist auch davon geprägt.
4. Deshalb ist es riskant, sich ein Bild von der Erziehungswissenschaft und ihrem Gegenstand zu machen.
In der Vorlesung werden grundlegende Begriffe, Konzepte und Theorien der Erziehung, der Bildung, der Sozialisation, der Entwicklung, des Lernens sowie der gesellschaftlichen Bedingungen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen eingeführt. Gefragt wird nach deren Entstehung und Veränderung, nach kulturellen, sprachlichen und sozialen Differenzen.
Angedeutet werden grundlegende wissenschaftstheoretische und methodische Ansätze der Erziehungswissenschaft.

Entwicklung kunstpädagogischer Fragestellungen aus den künstlerischen Studienarbeiten

September 1st, 2011,

Während des Studiums werden künstlerische Studienarbeiten angefertigt. Die dortigen Erfahrungen können Ausgangspunkt werden für Fragen an die Vermittlung von Kunst in pädagogischen Situationen. Hierzu ist eine Übersetzungsarbeit zu leisten. Zur Strukturierung dieser Übersetzungsarbeit ist es sinnvoll, sich auf vorhandene fachdidaktische Entwürfe zu beziehen (ablehnend, zustimmend, modifizierend), Vergleiche anzustellen zu den Erfahrungen mit eigenem Unterricht im Fach Bildende Kunst.

In der Hoffnung auf weitere Produktion – Universität Hamburg

Mai 26th, 2011,

trotz Sparkurs des Politischen Senats (sprich SPD)

Trotz Sparkurs des Politischen Senats, sprich SPD

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