*mms MultiMedia-Studio

study.log goes WordPress

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass in unserer Werkstatt Konzept und Design von study.log einerseits und die beliebte Blog-Software von WordPress andererseits erfolgreich miteinander kombiniert werden konnten. Zu den ersten zwangsläufig statischen Screenshots des letzten Beitrags ist es nun möglich, “look and feel” der kommenden webbasierten Anwendung live zu testen: Dazu haben wir die Inhalte des regulären Blogs von Torsten Meyer in eine weitere WordPress-Installation übertragen, die bereits auf unser neues study.log-Theme zurückgreift.
In den nächsten Wochen gilt es noch einige grafische und konzeptionelle Details zu verfeinern (so wird beispielsweise die Flash-Navigation in der finalen Version über Blog-typische Tools wie Tags, Kategorien, Archive oder eine Suchfunktion organisiert und entsprechend individualisierbar sein), aber die wesentliche Funktionsweise kann ab heute getestet werden. Das bewährte Prinzip bleibt dabei grundsätzlich bestehen: Auf der linken Seite des Bildschirms können die einzelnen Blogartikel sortiert werden (beispielsweise chronologisch, alphabetisch oder nach Schlagworten), wohingegen auf der rechten Seite alle Artikel als Wolke erscheinen (die ursprüngliche Macromedia-Version nutzte diese Idee der Visualisierung übrigens schon, bevor es das Web2.0 und seine Tagclouds in der heutigen Form gab!). Die so sortierten Beiträge erscheinen dann in der Bildmitte in ihrem jeweiligen Kontext.
Wir versprechen uns von der WordPress-Version insbesondere eine Plattform für die Arbeit mit ePortfolios – ein thematisches Feld, an dem Mitarbeiter des *mms auch im Rahmen der gleichnamigen Maßnahme im Rahmen des Projektes ePUSH aktiv forschen und Praxiserfahrungen sammeln.
Grundsätzlich gilt aber: Eigenes Austesten erklärt mehr als tausend Worte; wir freuen uns über Lob, Kritik und jede Anregung – hier oder im Forum.

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20 Antworten zu “study.log goes WordPress”

  1. Michi sagt:

    Schöner wäre ohne Flash, dann funktioniert so was auch auf mobilen geräten wie dem iPhone

  2. Sebastian sagt:

    Der Aspekt mit dem iPhone ist tatsächlich ein ziemlich guter Punkt; mich ärgert das in der Regel auch mehrmals täglich. Andererseits stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre Apple zu einer anständigen Flash-Integration für ihre mobilen Geräte zu bewegen, als aus Liebe zum iPhone sämtliche Flash-Entwicklungen im Web rückgängig zu machen – oder?

  3. Robert sagt:

    Gefällt mir optisch sehr gut, von einigen kleinen Grafik Unsauberkeiten mal abgesehen, diese Idee ein Blog mal völlig anders aufzuziehen. Dadurch daß ihr euch ja auf den ersten Blick total von der klassichen Chronologie von Blogs löst, werden ganz neue Möglichkeiten zur Arbeit mit WordPress denkbar! Spannend! Hoffentlich gibt es euer Theme bald downzuloaden!

    Gruß, Robert

  4. zw3inu11 sagt:

    Hallo Sebastian!

    Ich finde euer Tool auch klasse! Ich nutze selbst zwar kein WordPress, könnte mir aber vorstellen, dass studylog als theme ganz gut einschlagen könnte. Wie Robert auch schon angemerkt hat: Das könnte weitreichende Folgen für die Blogosphäre haben, wenn die Blogs noch weniger linear konzipiert werden. Ihr solltet aber in jedem Fall die Links aus den Lightboxen in einem neuen Fenster öffnen lassen – im bisherigen Zustand ist das Weitersurfen ziemlich unangenehm.

  5. Sebastian sagt:

    Lieber Robert, liebe/r Zw3inu11,

    danke für Euer Feedback! Wie sehr das kommende Theme Spuren in der Blogosphäre hinterlassen wird, ist natürlich nicht abzusehen; ich denke aber auch, dass die ungewöhnliche Navigation und Visualisierung Aufsehen erregen könnte. Die Frage, die sich stellt, ist: Welche Arten von Blogs können von einer (noch) weniger linearen Konzeption pofitieren? Für welche Veröffentlichung ist beispielsweise der Verweisungszusammenhang eines Posts bedeutender als seine chronologische Sortierung (die ja übrigens auch weiterhin als Option besteht)? Da besteht tatsächlich neben der im Artikel bereits erwähnten Arbeit mit ePortfolios eine Vielzahl von denkbaren Optionen…

    Danke übrigens auch für die Hinweise auf die grafischen Fehler und das Problem mit den Link-Attributen. Wir haben die beiden Punkte auf unserer Todo-Liste fürs Release…

  6. Christian sagt:

    Ich war sehr gespannt, wie ihr das Theme umgesetzt habt, weil ich die study.log Mac Version nicht installieren will, so lange ich nicht das handelsübliche Drag & Drop Prinzip nutzen kann.

    Irgendwie komme ich mit der Navigation aber nicht klar. Ich habe irgendwie erwartet, dass ein Fisheye-Effekt angewandt wird, wenn ich über die unleserlich kleinen Items am linken Rand hovere. Bei chronologischer Sortierung etc. wird auch nur umsortiert, es fehlen aber Möglichkeiten zum Vergrößern eines Ausschnittes. Oder Hinweise darauf, wie das geht. Mausrad, drag & drop, mouse-button-hold — davon klappte jedenfalls nix.

    Ich finde das Theme schon ganz spannend. Allerdings habt ihr aus meiner Sicht entweder vergessen an solche Lesbarkeitsprobleme zu denken (ich habe einfach keine Chance, nach Lust und Laune herumzublättern, weil sich die winzige Schrift auch noch überlappt — und nach speziellen Tags suche ich ja gar nix) oder ihr habt das entsprechende Feature noch nicht implementiert und das Release vielleicht zu früh bekannt gemacht. Unter’m Strich scheint was zu fehlen und ich fände es riskant, wenn ihr in Kauf nahmt, manche Leute durch fehlende Feautures abzuschrecken. Vielleicht melden sich die meisten ja gar nicht hier und verstehen nicht, wie das geht und was man da machen soll und kann.

    Viele Grüße und happy coding!
    Christian

  7. Sebastian sagt:

    Hallo Christian,

    vielen Dank zunächst für Deinen ausführlichen Kommentar! Du hast auf einige sehr bedeutende Punkte hingewiesen:

    - “Drag & Drop” muss auf jeden Fall in der AIR-Version berücksichtigt werden (die dann wieder als komplettes Programm herunterzuladen sein wird und damit die Macromedia-Version ersetzen wird), macht aber m.E. für die WordPress-Variante keinen Sinn;

    - die Navigation wird tatsächlich noch überarbeitet: Der gesamte linke Bereich soll aus der Flash-Animation herausgenommen werden und damit (wie bei WordPress durch Plugins üblich) durch den jeweiligen Nutzer an die individuellen Bedürfnisse anpassbar sein;

    - den Aspekt mit dem Fisheye-Effekt musst Du mir noch einmal erklären, klingt spannend!

    Eine letzte Bemerkung zur (zu?) frühen Veröffentlichung: In meiner Perspektive bestätigt uns insbesondere dein Kommentar darin, dass es Sinn macht, noch nicht hundertprozentig abgeschlossene Entwicklungsschritte mit einer interessierten Öffentlichkeit zu teilen – wenn es bei Projekten wie diesem überhaupt so etwas wie 100 Prozent geben kann. Nicht von ungefähr lautet das inoffizielle Motto des *mms “always beta – Prinzip Baustelle“… In diesem Sinne: Danke für Dein Feedback, wir werden in der Werkstatt darüber sprechen.

  8. jonas28 sagt:

    Mir ist da grad ne krasse Idee durch den Kopf geschossen: man sollte die Einträge wie bei prezi.com sehen und wie dort navigieren können. Rein- und rauszoomen! Ok klingt schon ganz cool, oder?! Aber jetzt kommts: die Ansicht der Beiträge zu Kategorien/tags könnte man dann wie eine Pfadanimation wie bei prezi darstellen. Das Ding, live und in Farbe wäre einfah der Hammer, und jetzt stellt euch mal das Gesicht eines Prüfers in einer ePortfolioprüfung vor!

  9. Markus sagt:

    @jonas28:
    Und dann müsste man mit dieser Prezi-ePortfolio-Lösung innerhalb 6:40 eine PechaKucha Prüfung absolvieren! Wahnsinn! Nein, mal im ernst, Jonas’ Vorschlag finde ich gar nicht schlecht. Ich bin mir noch nicht sicher, ob man anstatt nur Tags auch Kategorien einfügen sollte!?
    Eine Zoom-Variante wäre definitiv nötig, da ich sonst in der allgemeinen Sortierung keinen wirklichen Vorteil habe.
    Und ich frage mich, ob die Notizen, die wir uns gemacht haben (Etherpad), auch berücksichtigt werden!?

  10. Sebastian sagt:

    @Jonas, @Markus

    Ja, die Etherpad-Liste hat (soweit ich das überblicken kann) noch “to do”-Charakter, da sind schon noch ein, zwei wichtige Verbesserungen gesammelt (witzig übrigens, dass zw3inu11 und Christian oben auch einige Punkte der Liste aufgezählt haben).

    Was die Kamerafahrten à la prezi.com betrifft, bin ich mir nicht sicher, ob sich das noch so einfach ins Flash integrieren lässt oder ob das eine unverhältnismäßige Mehrarbeit bedeutete – prezi.com ist auch proprietär und ohne offenen Quellcode, oder? Eine generelle Zoomfunktion (wie auch immer im Detail animiert) würde dann allerdings auch die von Christian geschilderten Schwierigkeiten lösen…

  11. jonas28 sagt:

    Klar bedeutet der prezistyle unverhältnismäßige Mehrarbeit, aber hey das wäre ne Revolution. Ich bin kein flasher, aber ich denke schon das sowas machbar wäre. Rein-und rauszoomen kann doch eigentlich keine keine Hexerei sein?!

  12. Sascha sagt:

    Ich Kategorien würde ich nicht zusätzlich zu den Tags benutzen, weil ein Tag gleichzeitig als Kategorie innerhalb der Organisation funktioniert. Zumindest, wenn ich das funktionalistisch betrachte:
    Beide definieren über eine Metainformation Teilmengen. Nur das Tags flexibler scheinen, weil sie assoziativer angebracht werden können, aber auch Oberthemen durch gemeinsames Vertaggen bezeichnen.

  13. lerone sagt:

    hallo,

    ich schaue in größeren abständen immer mal wieder rein. das grundkonzept gefiel mir ja schon immer. ein grund dafür waren die *dynamischen* kontexte a.k.a. “tags”.
    meine frage: was ist aus denen geworden? ich finde sie in der wordpress version nicht mehr (im sinne einer visuellen navigierbaren anzeige zu den materialien). aus kontexten scheinen statische tags geworden zu sein. so ist es ein schönes interaktions-design (hypertext-metapher), aber die (kognitive) funktionalität schien – u.a. dynamisch-asoziative sortierung + visualisierung nach verlinkten kontexten – mir immer der wesentlichere teil bei studylog.
    … vielleicht habe ich nur was übersehen. freue mich so oder so auf neuigkeiten aus dem studylog-universum.

    PS: WP hat ja tagging (kontexte) mittlerweile in der grundarchitektur. leider “verloren” wurde unterwegs die möglichkeit über das plugin “tagwarrior” eine dynamisch-interaktive tagcloud zu erstellen, mit der man kontextuell die tags (kontexte) browsen konnte. – das schien mir damals ähnlich revolutionär wie der ansatz von studylog.

  14. Siegfried Werner sagt:

    Hallo, das war ja nun ein unverhoffter Sprung in eine andere Welt, da ich zwar WordPress beobachtet, aber nicht genutzt habe.
    Als Fotograf gab es mit Picasa von Google den Durchbruch für die Fotoverwaltung: Deshalb meine Sicht auf mögliche Ausbildungen der Oberfläche.
    1. Mini-Ansichten mit Zoom-Möglichkeiten unbedingt.
    2. Wie in Picasa wünschte ich mir eine logische Ablage als Alben oder Bücher, deren Export an Interessierte oder in ein Archiv gelingt. Deren weitere Bearbeitung ist für den Ausdruck mittels FinePrint bestimmt. Es muß Wissen nach wie vor gedruckt vorliegen, jedenfalls in wichtigen Auszügen.
    3. Eine parallele Ablage wie beim Zettelkasten mit einfacher Baum-Struktur ermöglicht den Austausch ganzer Äste auf USB-Stick oder SD-Card. Diese können dann minimal mittels Freemind eine einfache Vernetzung erfahren.
    Gerade der 3. Punkt ist wichtig, wenn ich in einem PC-Club ein kleines persönliches Wissensmanagement lehre.

    Weiter so, aber nicht alle abhängen!?

    Siegfried Werner
    seniorTrainer und Fotograf

  15. Sebastian sagt:

    @lerone: Danke für dein Feedback! Wie gesagt: der linke Sidebar wird für das finale Release von wp-studylog aus der bisherigen Flash-Animation wieder herausgenommen. Hier greifen dann die Bordmittel von WordPress, d.h. jeder Nutzer hat die Möglichkeit, Plugins individuell zu benutzen. Das führt über die von dir erwähnten Kontexte und Tags zum re-entry der bekannten Funktionsweise. Die Entwicklung von “Tagwarrior” wurde meines Wissens übrigens aus genau dem Grund eingestellt: Weil WordPress seit Version 2.3. die Organisation via Tags von Haus aus mitbringt.

    @Siegfried Werner: Unverhoffte Sprünge sind eine großartige Sache, Überraschungen gar eine Grundbedingung für Kommunikation. In diesem Sinne freut mich diese Anmerkung besonders! Zu deinen Punkten:
    1. Die Zoom-Funktion scheint sich zum größten Wunsch der study.log-Interessierten zu entwickeln. Ich werde unseren Flash-Spezialisten auf jeden Fall darauf ansprechen.
    2. und 3. Für die beiden letzten Punkte ist m.E. besonders die parallele Entwicklung der Standalone-Varinate auf Adobe AIR-Basis das richtige Pferd. Über entsprechende APIs soll hier eine Anbindung des Systems an eine Vielzahl weiterer Softwaresysteme (beispielsweise del.icio.us, WordPress, tumblr – möglicherweise für die visuell orientierten User auch flickr oder eben Picasa) möglich sein. Hier wird am Feinkonzept aber noch gefeilt. Details folgen natürlich zuerst in diesem Blog!

  16. lerone sagt:

    @Sebastian:
    danke, das ist gut zu hören. ich bin gespannt!

    was WP und tags angeht: ja, genau. mein punkt war nur, dass TagWarrior in gewisser hinsicht weit mehr konnte als das jetzige onboard tag-system von WP. TagWarrior erlaubte in einer erweiterung das interaktive browsen der tags selber (AJAX).

    genau diese *dynamische* und *interaktiv-kontextuelle* navigation der metadaten selber scheint mir teil des wegs aufs nächste level; also ein system, das die metadaten auf eine (interaktions-)ebene mit den information bits bringt.

    …genau da sehe ich ein versprechen von StudyLog. das noch den zusätlichen vorteil hat, diese dynamischen kontexte auch noch visuell/diagrammatisch/topologisch abzubilden…!

    die wenigen ähnlichen anwendungen, die diese richtung (in bezug auf komplexere metadateneinbindung über “tagging” hinaus) einschlagen, die ich da kenne sind PersonalBrain, Freemind (ab 0.9), Mindraider (experimental) und beim Mac solche anwendungen wie Leap, Punakea etc.. man kann natürlich auch delicious, Diigo, Spezify und flickr dazuzählen, die komplexere operationen mit tags/metadaten zulassen. fast alle haben aber wiederum keine wirkliche visualisierungsdimension der metadaten-strukturen wie StudyLog (abgesehen von TheBrain + Mindraider).

    ich halte es auf jeden fall für sinnvoll, dass Studylog sich da sehenden auges verortet…
    … und bin freudig gespannt.

  17. Christian Finest sagt:

    Kann mir vorstellen, dass da noch mehr mitreden werden

  18. » Wordpress, Feedback und ein Veröffentlichungstermin sagt:

    [...] « study.log goes WordPress [...]

  19. Thorsten sagt:

    Eine Prima Idee, doch allerdings, mit Flash läuft es noch lange nicht auf jedem Handy, mein altes HTC kann soweit ich weis mit Flash nicht so viel anfangen. Gruss Thorsten

  20. Sebastian sagt:

    Hallo Thorsten,

    wir haben auch lange überlegt, ob es zukunftsfähige Alternativen zu Flash gibt, uns am Ende aber (wie du siehst) doch für den Standard entschieden. Bleibt zu hoffen, dass es zeitnah Möglichkeiten gibt, Flash auch mobil zu nutzen (iPhone-Nutzer haben das gleiche Problem)…

    Liebe Grüße, Sebastian


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