Ausgangspunkt

Lehrende, Studierende und Forscher – speziell der Geisteswissenschaften – sammeln: Bücher, Zeitschriftenartikel, Quellen, Internetlinks, Filme, Bilder, Exzerpte, Notizen … mit einem Wort: Materialien – und zwar in Bücherregalen, Aktenordnern, Fotokisten, Zettelkästen, als lose Blattsammlung, auf gelben Klebezetteln oder unter ihrem Bett …? Auch digitale Materialien müssen organisiert werden: Entweder mit Programmen, die auf bestimmte Materialien spezialisiert sind oder mit den Möglichkeiten des Betriebssystems. In beiden Fällen werden die Materialien oft weg-sortiert, d.h. man wird nur dann fündig, wenn man weiß, was man sucht. Was fehlt, ist ein nachhaltiger Zugriff auf schon Vergessenes, die Möglichkeit des effektiven Stöberns, die Lust am Flanieren, die stete Umarbeitung der eigenen Datenbestände und Denkfiguren, die Kraft der Assoziation und insbesondere die Möglichkeit einer intuitiven Dar- und Herstellung von Zusammenhängen, von Kontexten und Verknüpfungen.

Konzeption

study.log ist ein datenbank-basiertes, digitales Knowledge-Discovery-Tool, das Studierenden und Lehrenden die Möglichkeit gibt, Forschungs- und Studienmaterialien in einer Weise zu organisieren, die insbesondere der interdisziplinären, multiperspektivischen, assoziativen Vernetzung förderlich ist. study.log ist

  • ein interaktives Logbuch des individuellen Studienganges oder Forschungsvorhabens
  • ein digitaler Zettelkasten für gesammelte Quellen, Exzerpte und Referenzen
  • ein Mind-Map-Tool für das eigene Denken
  • ein reflexives ePortfolio des eigenen Lernweges

Einsatzfelder

study.log kann mit eLearning-Plattformen und social-software-tools kommunizieren. Dabei können Lehrende Materialien für Studierende oder Kooperationspartner bereitstellen und mit Hilfe der ContextTools strukturieren. Studierende können solche sematischen Zusammenhänge in ihr individuelles Logbuch einbauen und ebenfalls ihre Materialien für kollaborative Arbeitsprozesse zur Verfügung stellen. study.log wird in enger Kooperation mit den Betreibern der Kommunikationsplattform CommSy entwickelt. Beide Anwendungen werden laufend aufeinander abgestimmt. study.log wurde bereits in der Hochschullehre eingesetzt und zusammen mit Studierenden erprobt. Im Rahmen des Masterstudiengangs ePedagogy-Design wird study.log für Open Distance Learning benutzt. Mit dem Lernobjekt KnowledgeFormation liegt seit kurzem eine beispielhafte Materialsammlung für study.log vor, die u.a. auch in der Schule Verwendung finden soll.

Weiteres und Genaueres

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