British Educational Technology Tradeshow

bettshow.jpgDoch nur Technik? Um mir einen Überblick zu verschaffen, was es auf dem Markt der Möglichkeiten der Bildungstechnologie alles gibt, habe ich am 10. und 11. Januar die BETT in London besucht. Mein besonderer Fokus war durch meinen Arbeitsbereich gegeben: Angemessene Infrastruktur in ihrer Ausprägung als Hardware, Software und Interfaces für reale und virtuelle Räume, in denen Bildung an der Universität stattfindet.

Vor allem habe ich mir verschiedene Anbieter von interaktiven Tafeln angesehen, die für uns ein großes Thema sind und dort nahezu ausnahmslos an den vielen verschiedenen Ständen eingesetzt wurden.Die beiden Großen der Branche Smart und Promethean waren ebenso vertreten wie die mobileren und günstigeren Systeme Ebeam und Mimio, die aus meiner Sicht nicht ganz so fortgeschrittene Software beinhalten. Leider wurde gerade die jeweilige Software hervorgehoben und niemand konnte so richtig erklären was von Seiten der Hardware die jeweiligen großen Vor- und Nachteile sind (außer der offensichtlichen für mich sehr attraktiven Mobilität). Im Grunde ist es aber nicht verwunderlich, dass vor allem versucht wird mit der Software zu punkten, denn bis auf die Smartboards, die interessante computerlose Funktionen bieten, sind alle Tafelsysteme eigentlich nur überdimensionale Eingabegeräte, also Mäuse.Multitouch ist leider selten und wenn vorhanden nur wenig ausgeschöpft. Promethean bietet wohl demnächst etwas für zwei Stifteingaben gleichzeitig an, aber die Veröffentlichung zieht sich schon etwas länger hin und Hitachi, bei denen es technisch zwar sehr interessant zu sein scheint (Unterstützung für Multitouch und Stift- oder Fingereingabe), hat eine sehr gewöhnungsbedürftige und unästhetische Software.Gerade wirkliche Innovationen und unkonventionelle Nutzung der Technik hätten mich für eine Perspektive der Lehre an Hochschulen interessiert. Schwerpunktmäßig wurden aber vor allem Lehrer, Schulen und Entscheider im Schulwesen umworben, um pragmatische Produkte zu verkaufen. Eigentlich schon so wie sich die BETT vorgestellt hat, eine Messe für Technologien im Bildungsbereich, nur hätte ich dennoch mehr Konzepte und Visionen erwartet, anstatt vorgefertigten Bildungspaketen.Dennoch hat mich der Kontakt zu verschiedenen Anbietern und der gewonnene Überblick guten Entscheidungen näher gebracht.Erkenntnisse:

  • Anbieter von interaktiven Tafeln könnten mir noch etwas mehr bieten
  • Beim Einsatz der angebotenen Techniken muss noch mehr auf den sinnvollen Einsatz geachtet werden, was natürlich eine Aufgabe für Lehrende und nicht nur für Techikproduzenten ist
  • Initiativen wie Futurelab gehen in die richtige Richtung

Weitere Informationen zur BETT: http://www.bettshow.com/

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