Community Building – was steckt dahinter?

Zielsetzung der Maßnahme eCommunityBuilding ist der Aufbau von informations- und kommunikationstechnologischen (Infra-)Strukturen für die Fakultät IV. Informationen sollen leichter zugänglich gemacht werden um einer breiten Öffentlichkeit einen Überblick über die verschiedenen Personen, Arbeitsbereiche, Projekte sowie Forschungs- und Lehraktivitäten zu bieten. Durch den Aufbau webbasierter Informations- und Kommunikationsstrukturen soll die Orientierung innerhalb der sehr komplexen Strukturen der Fakultät verbessert werden. Außerdem sollen Möglichkeiten zur Vernetzung Studierender und Lehrender geschaffen werden, um die Studien- und Lehrorganisation mit digitalen Werkzeugen zu unterstützen. Dabei werden die aktuellen kulturellen und technologischen Entwicklungen aufgenommen, die unter dem Schlagwort „Web 2.0“ firmieren.

Die Zielgruppe der Maßnahme eCommunityBuilding sind in erster Linie Studierende, aber auch Mitarbeiter und Lehrende der Fakultät IV. Derzeit läuft eine Befragung der Studierenden, um das aktuelle Mediennutzungsverhalten zu analysieren. Bisherige Ergebnisse der Befragung zeigen eines der Grundprobleme für Studierende in der heutigen Zeit: die Informationsflut ist kaum noch zu bewältigen; Informationen, die Studierende zur Organisation und Durchführung ihres Studiums benötigen, sind nicht zentral zugänglich. Die Suche nach Informationen verschlingt einen großen Teil der Zeit, Ansprechpartner und Hilfestellungen sind schwierig zu finden.

In einem ersten Schritt sollen daher die verteilten Informationen aus den Departments, Sektionen, Arbeitsbereichen, Forschungsgruppen etc. gebündelt und zentral zur Verfügung gestellt werden. Als zentraler Kommunikationspunkt sowohl für interne als auch externe Kommunikation wird ein Webportal eingerichtet. Das Webportal (life.epb.uni-hamburg.de) soll dazu beitragen, die Fakultät sowohl nach innen als auch nach außen als eine zusammengehörigen Gemeinschaft zu präsentieren.

Als weiterer Trend ist derzeit zu beobachten, dass die jetzt in die Universität eintretenden Studierendengenerationen vermehrt die so genannten Web 2.0 Technologien nutzen. Sie vernetzen und organisieren sich über Social Networking Plattformen, nutzen Wikis und Weblogs, insbesondere die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Laut der JIM Studie 2007 ist die Nutzung in Bezug auf Produktion und Bereitstellung von Inhalten zumeist passiv, jedoch wird es von vielen zunehmend als Kommunikationsmedium genutzt; die Bedeutung von Social Networking Plattformen zur zeit- und ortsunabhängigen Kommunikation ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Auch die Studierendenbefragung im Rahmen von ePUSH lässt bisher auf ähnliche Verhaltensmuster auch bei den Studierenden der Fakultät IV schließen.

Im Rahmen des eCommunityBuilding wird ein soziales Netzwerk für Studierende (login4.epb.uni-hamburg.de) eingerichtet, dass es ihnen ermöglicht, auf eine einfache und zeitgemäße Weise miteinander zu kommunizieren und sich zu organisieren. Die Plattform soll gegenwärtige kulturelle und technologische Trends aufgreifen und an die Bedürfnisse einer Hochschule anpassen. Die Konzeption wird auf gegenwärtige Anforderungen an Studierende ausgerichtet. Durch die bedarfsorientierte Gestaltung werden Anreize geschaffen, um die Studierenden zu motivieren, die Plattform aktiv zu nutzen. Neben der Reaktion auf sich verändernde Kommunikationsformen soll damit auch die Medienkompetenz Studierender gefördert werden – um auch tatsächlich von „Digital Natives“ (Prensky 2001) und nicht nur von „Digital Naives“ (Beat Döbeli Honegger) sprechen zu können.

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