Forschen und Lehren in der Öffentlichkeit

Ein Vortrag von Jun. Prof. Dr. Christian Spannagel, PH Ludwigsburg
Dienstag, 26.05.2009, 18:15-19:45 im R504a

Zum Vortrag:

«Der Wissenschaft wird oft vorgeworfen, zu theoretisch zu arbeiten und dabei Praxiskontexte zu vernachlässigen („Elfenbeinturm“). Öffentliche Wissenschaft hingegen versucht, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern. Im Rahmen prozessorientierter öffentlicher Wissenschaft sollen dabei nicht nur wissenschaftliche Ergebnisse allgemeinverständlich aufbereitet, sondern Menschen außerhalb des universitären Betriebs direkt in den Prozess der wissenschaftlichen Wissenskonstruktion eingebunden werden. Hierfür bietet sich der Einsatz von Web-2.0-Anwendungen an.
In dem Vortrag werden Grundkonzepte prozessorientierter öffentlicher Wissenschaft vorgestellt. An vielen Beispielen wird gezeigt, wie jeder einzelne Wissenschaftler Wikis, Weblogs und Twitter einsetzen kann, um sowohl seine Forschung als auch seine Lehre transparenter zu gestalten und Menschen außerhalb des Hochschulbetriebs in seine Arbeit einzubinden. Insbesondere im Kontext öffentlicher Lehre wird dabei auch auf die motivationalen Effekte der Öffnung von Lehrveranstaltungen eingegangen.»

Zur Person:
Christian Spannagel studierte von 1997 bis 2003 Informatik und Psychologie an der technischen Universität Darmstadt. Anschließend war er bis 2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungs- und Nachwuchskolleg „Fachintegratives Lernen mit digitalen Medien“ (FuN-FiLM) an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.
2006 erfolgte seine Promotion (Dr. paed.) mit einer Dissertation zum Thema „Benutzungsprozesse beim Lernen und Lehren mit Computern“.
Seit April 2008 ist er Juniorprofessor an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und hat seit April 2009 eine Professurvertretung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg inne.
Die Übersicht über das Vortragsprogramm finden Sie hier im Medien-Bildung-Blog des *mms.

Christian Spannagel hat einen Wiki-Bereich vorbereitet, in dem man jetzt schon im Vorfeld zum Themenbereich des Vortrags diskutieren kann. Dies ist bereits ein Element öffentlicher Wissenschaft: Vorträge können über die 90 Minuten hinaus im Vorfeld und auch danach intensiv diskutiert werden, und Personen können sich einbringen, die selbst nicht zu dem Vortrag kommen können.

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