Vorlesung: Das psychoanalytische Konzept der Übertragung. Seine Bedeutung für Bildungstheorie

September 1st, 2011,

Wie kommt etwas vom Einen zum Anderen, was macht Beziehung zwischen Menschen und Gegenständen? Wie verändern sich Individuen im Kontakt. Was davon kann man wissen? Wann? Und wie schafft man Bedingungen dafür? Das Konzept der Übertragung gehört zu den zentralen Formulierungen der Psychoanalyse. Es stammt aus einem vielfältigen Metaphernvorrat unterschiedlicher Disziplinen. Das Konzept der Übertragung ist so verstörend, dass es selbst in der Psychoanalyse oft stiilgestellt wurde. Die Unterscheidungen zwischen Innen und Außen, Subjekt und Objekt, Individuum und Gesellung stehen zur Disposition. Zurechenbarkeit und Eigentum werden fraglich. Übertragung hat eine Nähe zur Liebe. Sie ist infektiös, arbeitet mit Unterstellungen. Übertragung findet statt und zwar unbewusst, auch in pädagogischen Prozessen. Michael Wimmer z.B. vermutet, dass der Übertragungsbegriff die Nachfolge des Autoritätsbegriffs antritt. Es bedarf avancierter wissenschaftlicher Methodik, um das Konzept immer wieder anders zu formulieren und die Praxis entsprechend auszuhalten. Strukturell ähnliche Problemstellung finden sich in der Immunologie, inder Quantenphysik, der Architektur, der Filmtheorie usw.
Die Vorlesung wird einzelne Aspekte entfalten.

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